Unser Wohnheim wurde 1974 auf Grund der großen Nachfrage nach Wohnheimplätzen für geistig behinderte Erwachsene eröffnet. Wir sind ein Wohnheim an WfbM, was bedeutet, dass unsere BewohnerInnen tagsüber in einer Werkstatt für behinderte Menschen arbeiten. In naher Zukunft werden wir eine tagesstrukturierende Maßnahme erarbeiten, damit unsere vorgealterten und alten BewohnerInnen weiterhin bei uns leben können. Unseren ersten Wohnheimplätze entstanden in Hodenhagen. Mit 18 Plätzen konnten wir der Nachfrage erst einmal genügen. Wir hatten damals nur Zwei-Bett-Zimmer im Angebot. Inzwischen aber werden viele Zwei-Bett-Zimmer von einzelnen Personen bewohnt, um dem Wunsch unserer BewohnerInnen nach mehr Intimsphäre gerecht zu werden. Wohnen in einem Doppelzimmer ist dennoch möglich, da einige BewohnerInnen oder auch Paare dies gerne so möchten.
Einige Jahre später reichte unser Angebot an Plätzen nicht mehr aus. In Bad Fallingbostel erwarben wir ein weiteres Haus und konnten nach einigen Umbaumaßnahmen 1979 weitere 18 Wohnheimplätze anbieten.
Der Standort in dem Städtchen Bad Fallingbostel ist eine gute Ergänzung zu unserem Hause in Hodenhagen mit seiner dörflichen Atmosphäre. 2003 bot sich für uns die Gelegenheit, neben unserem Haus in Bad Fallingbostel ein weiteres Gebäude zu erwerben. Es entstanden 8 weitere Plätze (6 Einzelzimmer und 1 Doppelzimmer, teilweise mit angeschlossenem Bad), die im Februar 2005 bezogen werden konnten. Dort leben nun BewohnerInnen, die eine relative Selbständigkeit besitzen, aber (noch) nicht im betreuten Wohnen oder sogar allein leben können. Diese kleine Wohngemeinschaft wird durch die Anwesenheit und Hilfe unserer Mitarbeiter/innen begleitet.
Es finden Fördermaßnahmen in allen Lebensbereichen statt, die die Eigeninitiative und Eigenverantwortung unserer BewohnerInnen stärken sollen.
Die Außenanlagen am Wohnheim in Bad Falingbostel können von allen BewohnerInnen genutzt werden.
- Eine separat gelegene Rasenfläche wird im Sommer von BewohnerInnen zum Zelten genutzt.
- Außerdem “bewirtschaften” dort einige Bewoh-nerInnen zusammen mit den BetreuerInnen einen kleinen Gemüsegarten.
- Das Grundstück in der Heinrichsstr. 6 verfügt zudem über mehrere Nebengebäude. U. a. können wir unseren BewohnerInnen einen Fahrrad-schuppen und einen überdachten Grillplatz anbieten.
Die Weiterentwicklung von Standards in der Eingliederungshilfe endet eigentlich nie. In den 1960er Jahren lebten die Bewohner z. T. noch in 6-Bettzimmern. Im Laufe der Jahrzehnte wurden dann 3-Bettzimmer und letztendlich 2- und auch Einzelzimmer zum Standard erklärt. Der Lebensstandard hat sich für viele Menschen in den letzten Jahrzehnten erhöht und so sollten auch Menschen in der Eingliederungshilfe daran teilhaben.
Im Jahr 2009 haben wir uns für einen Anbau in Bad Fallingbostel entschieden. Dieser ist seit Januar 2010 bezugsfertig. 14 Einbettzimmer sowie ein Doppelzimmer jeweils mit einem Duschbad sind entstanden. Diese Räumlichkeiten sollen vor allem älteren BewohnerInnenn, die nur wenig Aussicht auf ein selbständigeres Leben haben, zu Gute kommen. Ihnen möchten wir mehr persönlichen Wohnraum anbieten, vor allem einen eigenen Sanitärbereich. Wir trainieren auf diese Weise mit unseren BewohnerInnen aber auch die Übernahme von mehr Eigenverantwortlichkeit, weil sie sich deutlich mehr um ihren eigenen Wohnbereich kümmern müssen. Unsere Hilfe orientiert sich natürlich an ihren individuellen Kompetenzen.
Heute bieten wir ausschließlich Einzelzimmer & Zweibettzimmer an.
In den letzten Jahren haben wir einige junge Menschen im Alter zwischen 18 und 25 Jahren aufgenommen. Die Bedürfnisse unserer älteren BewohnerInnen unterscheiden sich doch deutlich von denen der “jungen Leute”. Diese Erkenntnis hat zusätzlich dazu beigetragen, eine Erweiterung unseres Wohnangebotes zu veranlassen. Der Anbau ist über ein Treppenhaus mit dem Haus in der Heinrichsstr.4 verbunden, sodass sich BewohnerInnen jeden Alters ohne Probleme besuchen können..


